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  Datum
Wochentag Veranstaltungsort Thema Zielgruppe Frei Verfügbarkeit Details
  29.04. - 03.05.2024 Montag/
Freitag
Borkum Psychotraumatologie - Curriculare Fortbildung [CF 10] Ärztinnen und Ärzte, Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten 27
Termin
Mo, 29.04.2024 09:00 - 17:15 Uhr
Di, 30.04.2024 09:00 - 17:15 Uhr
Mi, 01.05.2024 09:00 - 17:15 Uhr
Do, 02.05.2024 09:00 - 17:15 Uhr
Fr, 03.05.2024 09:00 - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Arche der ev.-luth. Kirchengemeinde
Goethestr. 14
26757 Borkum

Teilnehmergebühren

Arbeitslos/Elternzeit 925,00 €
Mitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 1090,00 €
Nichtmitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 1255,00 €

Fortbildungspunkte
40 Punkte, Kategorie H

Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Thomas Haag

Anzahl der verfügbaren Plätze
27

Kontakt
Petra Pöttker
 Telefon 0251 929 2235
 poettker@aekwl.de


Psychotraumatologie

Inhalt
Das Curriculum „Psychotraumatologie“ der Bundesärztekammer wendet sich an Ärztinnen und Ärzte und Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die Interesse haben, ihre Kenntnisse in der Psychotraumatologie zu erweitern.
Ziel ist es, den Teilnehmenden diagnostische Kenntnisse und vertiefte Kompetenzen im Umgang mit traumatisierten Patienten zu vermitteln. Fertigkeiten in Ansprache und Gesprächsführung sowie in adäquater Betreuung sollen erweitert und verbessert, die eigene Haltung im Rahmen dieser speziellen ärztlichen Fürsorge gefestigt werden. Das Curriculum befähigt darüber hinaus zur Indikationsstellung für spezifische Behandlungsmöglichkeiten bei Traumastörungen.
Das Curriculum orientiert sich an den Empfehlungen der Fachgesellschaften Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und EMDRIA Deutschland. Es umfasst 40 UE und dient Ärztinnen und Ärzten, die psychotherapeutisch tätig sind, als eine Möglichkeit, Grundlagenwissen zum aktuellen Stand der Psychotraumatologie mit Grundfertigkeiten zur Diagnostik und Behandlung und zum Umgang mit traumatisierten Menschen zu erwerben.
Die Teilnehmenden erhalten zum Abschluss ein ankündigungsfähiges Zertifikat der ÄKWL. Spezifisch traumatherapeutische Behandlungstechniken (z. B. EMDR) werden nicht in diesem, sondern im darauf aufbauenden weiterführenden Curriculum „Psychotherapie der Traumafolgestörungen“ der BÄK vermittelt. Voraussetzung zur Teilnahme am weiterführenden Curriculum ist die Teilnahme am Curriculum „Psychotraumatologie“ bzw. der Nachweis entsprechender Fortbildungen. Die Qualifikation „Psychotherapie der Traumafolgestörungen“ der BÄK kann nur von Ärztinnen und Ärzten mit Gebietsbezeichnung
Psychotherapeutische Medizin, Psychosomatische Medizin etc. (s. dazu den Curriculumstext) oder von approbierten Psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten und Kinder- und Jugendlichentherapeutinnen und -therapeuten
erworben werden.
Da im Rahmen der Fortbildung praktische Übungen stattfinden, sollten die Teilnehmenden die Bereitschaft zur Selbsterfahrung mitbringen.

Modul I - Theoretische Grundlagen (10 UE)
  •  Geschichte der Psychotraumatologie, Neurobiologie, Besonderheiten des Traumagedächtnisses,     Störungsmodelle, diagnostische   Modelle (ICD-11, DSM-5) und Behandlungsmodelle.
  •  Überblick über den aktuellen Stand der Psychotherapieforschung im Bereich Trauma (Metaanalysen etc.).
  •  Epidemiologie von Traumatisierungen, Traumafolgestörungen und häufigen komorbiden Störungsbildern
  •  Überblick zu traumaspezifischen Behandlungsverfahren
  •  Psychopharmakotherapie von Traumafolgestörungen
  •  Besonderheiten bei Menschen mit spezifischen Traumatisierungen (z. B. sexuelle Gewalt, Migrationsprobleme,   Folter, militärische   Einsätze); juristische Grundkenntnisse (z. B. Opferschutz-Gesetze,   Gewaltschutzgesetze); Grundlagen des Heilverfahren der   Berufsgenossenschaften/Unfallversicherungen
  •  Verhinderung erneuter Viktimisierung
  •  Besonderheiten der spezifischen Traumatisierung in Akutsituationen, Erstkontakt
  •  Spezifika anderer traumatischer Folgen, z. B. Traumafolgestörungen nach medizinischer Behandlung


Modul II - Diagnostik und Differenzialdiagnostik von Traumafolgestörungen (10 UE)
  •  Durchführung von Erstgesprächen und Psychoedukation bei traumatisierten Patienten_innen. Grundlagen der   Diagnostik mit Checklisten, Fragebogenscreening und diagnostischen Interviews
  •  Differenzialdiagnostik der Traumafolgestörungen (jeweils mit Diagnosekriterien, Überblick zu   Screeninginstrumenten und Interviewdiagnostik)
  •  Detailliert behandelt werden sollen:
  •  Diagnostik akuter Belastungsreaktionen/Diagnostik der posttraumatischen Belastungsstörung/Diagnostik der   komplizierten Trauer/Diagnostik komplexer Traumafolgestörungen einschließlich dissoziativer Störungen


Modul III - Grundlagen der Traumatherapie (20 UE)
Möglichkeiten der Stabilisierung im Rahmen der phasenorientierten Behandlung
  • Möglichkeiten zur Unterstützung natürlicher Verarbeitungsprozesse
  • Reflexion der Besonderheiten der Arzt-Patientenbeziehung (Transparenz, Selbstbestimmung, Respekt und Würde)
  • Förderung von Affektregulation, Selbst-Beruhigungsfähigkeit sowie Interventionen zur Re-Orientierung und  Unterbrechung intrusiver Symptome durch Distanzierung
  • Förderung sozialer Kompetenzen sowie intra- und interpersonellen Fähigkeiten und Ressourcen.
  • Ressourcen- und Lösungsorientierung


Hierzu finden folgende Praktische Übungen statt:
  • Hypnotherapeutisch-imaginative Ansätze
  • Gezielte Förderung der Fähigkeit zur Affektmodulation und Affektkontrolle
  • Kognitive Techniken
  • Darstellung der Möglichkeiten spezieller traumatherapeutischer Methoden (Kognitive und behaviorale Verhaltenstherapie, EMDR, Psychodynamisch imaginative Verfahren u. a.)
 


Zielgruppe
Ärztinnen und Ärzte, Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten

Sonstiges
Anreise: Sonntag, 28. April 2024


Referenten

Dr. med. Thomas Willi Haag