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  Datum
Wochentag Veranstaltungsort Thema Zielgruppe Frei Verfügbarkeit Details
  01.05. - 03.05.2024 Mittwoch/
Freitag
Borkum Qigong Yangsheng - Forum Arzt und Gesundheit [F 3b] Ärztinnen und Ärzte 18
Termin
Mi, 01.05.2024 09:00 - 12:30 Uhr
Do, 02.05.2024 09:00 - 12:30 Uhr
Fr, 03.05.2024 09:00 - 12:30 Uhr

Veranstaltungsort

Gezeitenland
Goethestr. 27
26757 Borkum

Teilnehmergebühren

Arbeitslos/Elternzeit 315,00 €
Mitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 385,00 €
Nichtmitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 435,00 €

Fortbildungspunkte
15 Punkte, Kategorie C

Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Ingrid Häfner-Gonser

Anzahl der verfügbaren Plätze
18

Kontakt
Petra Pöttker
 Telefon 0251 929 2235
 poettker@aekwl.de


Qigong Yangsheng

Inhalt

Lebens- und Arbeitswelten von Ärztinnen und Ärzten sind in vielen Bereichen geprägt von Arbeitsverdichtung, raschen Änderungen von Rahmenbedingungen und komplexen äußeren und inneren Anforderungen, die sich häufig ungünstig auf die Lebensgestaltung auswirken und auch krank machen können. Die Bedeutung der Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten hat mit der Erklärung der 68.
Generalversammlung des Weltärztebundes in Chicago im Oktober 2017 erstmals Erwähnung im Genfer Ärztegelöbnis gefunden. Dort heißt es: „Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau leisten zu können“. 
Bei der Frage, was Menschen denn gesund macht/erhält, also der Salutogenese, werden neben der persönlichen Resilienz auch der Verstärkung von Selbstwirksamkeit und der Verminderung von Disstress erhebliche Bedeutung zugemessen. Jeder Mensch verfügt über Möglichkeiten, die eigenen Ressourcen zu erschließen, diese zu aktivieren, zu stärken und zu kultivieren. Damit kann er zur
eigenen Gesunderhaltung beitragen, wohl wissend, dass er nicht alle Faktoren beeinflussen kann. Es gibt verschiedene Zugangswege zur Entspannung und zur Aktivierung der Gesunderhaltungs- und Selbstheilungskräfte. Einer dieser Wege kann das Üben von Qigong sein.
An insgesamt drei Vormittagen erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Übungen und Übungsmethoden kennenzulernen und ggf. für sich als eine Möglichkeit der Gesunderhaltung zu praktizieren. Außerdem kann auf Grund der eigenen Übungserfahrung eine Einschätzung vorgenommen werden, was von Qigong-Übungen für Patientinnen und Patienten zu erwarten ist, welche Indikationen und welche Kontraindikationen zu beachten sind.

 

15 Ausdrucksformen

Die Übungssequenz der 15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong ist eine der zahlreichen Übungsmethoden, die Prof. Jiao Guorui entwickelt, bzw. weiterentwickelt hat. Sie eignet sich zum einen für den Einstieg in Qigong Yangsheng und zum anderen für verschiedene Anwendungsgebiete, da hier die Übungsprinzipien besonders leicht und klar erkennbar sind. Verschiedene Bilder aus der Natur, Tierbewegungen und Symbole unterstützen die Vorstellungskraft. Es wird eine große Bandbreite an möglichen Bewegungsmustern und Schrittfolgen des Qigong geübt.

ÜBUNGEN

  • Symmetrische Haltungen
  • Diagonale Entfaltungen
  • Gewichtete und ungewichtete Schritte
  • Kraftqualitäten wie umfassen-aufspannen und spirale Kräfte

THEORIE

  • Wichtige Begriffe aus dem Konzept der Traditionellen Chinesischen Medizin wie etwa Yin und Yang, Dantian, Qi, Meridiane
  • Schlüsselpunkte der Übungspraxis des Qigong Yangsheng
  • Anwendungsmöglichkeiten
  • Verständnis von Qigong als Teil der TCM

Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt im konkreten Üben der 15 Ausdrucksformen.



Zielgruppe
Ärztinnen und Ärzte

Sonstiges
Anreise: Dienstag, 30. April 2024

Soweit es die räumlichen Gegebenheiten und das Wetter zulassen, soll zeitweise auch im Freien geübt werden. Es wird darum gebeten, bequeme Schuhe und Kleidung und ggf. Sonnenschutz mitzubringen.

DEFINITION/HINTERGRUND
Qigong ist ein Sammelbegriff für zahlreiche Übungsmethoden, die in China entwickelt wurden und sich in unterschiedlicher Weise mit der Lebenskraft beschäftigen. Studien aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen deuten darauf hin, dass diese Übungen sich günstig auf viele Körperfunktionen auswirken und die psychische Stabilität fördern können; damit bestätigt sich altes Erfahrungswissen. Die Tradition der Qigong-Übungen lässt sich über 2500 Jahre zurückverfolgen, der Begriff Qigong wird jedoch erst seit etwa 50 Jahren verwandt. Qi kann verstanden werden als Lebenskraft, die den Körper durchströmt, aber beispielsweise auch als „Summe aller physiologischen Funktionen“. Gong bedeutet regelmäßige Übungspraxis, was darauf hindeutet, dass Qigong der aktive Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin ist.
Prof. Jiao Guorui (1923-1997) entwickelte auf der Grundlage dieser alten Übungstradition und klassischer Schriften sowie langjähriger eigener klinischer Anwendung das Lehrsystem Qigong Yangsheng. Er war Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin an der Akademie für TCM in Bejing und lehrte zudem viele Jahre auch regelmäßig in Deutschland. Zahlreiche seiner Veröffentlichungen sind auf Initiative und Vermittlung der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng e. V. in deutscher Sprache erschienen.
Yangsheng ist ein alter Begriff für einen gesundheitsstärkenden Übungsansatz, der eine (Selbst)Kultivierung von Körper, Geist und Persönlichkeit meint, eine andere Übersetzung formuliert Yangsheng allgemein als Pflege des Lebens. Der Anwendungsbereich von Qigong ist breit und umfasst Gesundheitsbildung, Gesunderhaltung, Prävention, Therapie von chronischen Erkrankungen, Linderung von Beschwerden, Rehabilitation, aber auch die Schulung von Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie Entspannung und Stressreduktion.

Durch die Möglichkeit, die Übungen den aktuellen individuellen Bedingungen anzupassen und auszuwählen, können Qigong-Übungen unabhängig vom Alter und weitgehend unabhängig vom Gesundheitszustand von jedem erlernt und geübt werden.


Referenten

Dr. med. Ingrid Häfner-Gonser