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  Datum
Wochentag Veranstaltungsort Thema Zielgruppe Frei Verfügbarkeit Details
  01.05.2023 Montag Borkum Krankheitsbilder berühmter Musiker: Hätte die moderne Medizin ihnen helfen können? [FS 10]
Ärztinnen und Ärzte, Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten 
und Interessierte
47
Termin
Mo, 01.05.2023 19:30 - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort

Borkumer Fort- und Weiterbildungswoche
Veranstaltungsort noch offen 0
26757 Borkum

Teilnehmergebühren

Arbeitslos/Elternzeit 20,00 €
Mitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 30,00 €
Nichtmitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 40,00 €

Fortbildungspunkte
2 Punkte, Kategorie A

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. med. Hans-Joachim Trappe

Anzahl der verfügbaren Plätze
47

Kontakt
Jana Heßelmann
 Telefon 02519292206
 jana.hesselmann@aekwl.de


Krankheitsbilder berühmter Musiker: Hätte die moderne Medizin ihnen helfen können?

Inhalt
Viele kennen Namen wie „Bruckner, Mahler oder Reger“ und verbinden mit ihnen 
eine grossartige Musik, die erfreut und belebt. Viele wissen aber nicht, wie und wo 
diese berühmten Komponisten gelebt haben, ob sie gesund oder krank waren und ob 
Krankheiten Einfluss auf ihre Werke hatten. 
Anton Bruckner wurde 1855 Domorganist in Linz, seine weitere Laufbahn führte 
ihn nach Wien, wo er Professor am Konservatorium wurde und sich der Komposition 
zuwandte. Seine Sinfonien, seine Messen und sein Te Deum wurden weltberühmt. 
Während seiner ersten 40 Lebensjahre litt Bruckner an psychopathologischen Erkrankungen, u.a. an Depressionen, Verfolgungswahn und Neurosen. Später kam es 
bei ihm zu einer chronischen Herzinsuffizienz bis hin zur Entwicklung einer kardialen Kachexie. Er verstarb 1896 laut Sterbebuch an einem Herzklappenfehler. 
Gustav Mahler wurde 1860 geboren, er lernte als Kind zunächst Akkordeon, bald 
auch Klavier und trat bereits als Neunjähriger öffentlich auf. Mit 16 Jahren ging er 
nach Wien ans Konservatorium, wo er sich am angestrebten Ziel seiner Karriere, der 
„Berufung zum Gott der südlichen Zonen“ sah. 1907 wurde für ihn zum Schicksalsjahr. Es kam zu einer Hetzkampagne gegen ihn und er reichte seinen Rücktritt vom 
Amt des Direktors der Wiener Hofoper ein. Im gleichen Jahr erkrankte seine Tochter 
an „Scharlach-Diphtherie“ und verstarb. Bei Mahler wurde die Diagnose „kompen?sierter Herzklappenfehler mit Verengung der Mitralklappenöffnung“ gestellt. 1911 
kam es zu Fieber. In einer Blutkultur gelang der Nachweis von Streptokokken und 
führte zur Diagnose einer Endokarditis. Trotz aller Massnahmen durch berühmte 
Ärzte verstarb Mahler 1911.
Max Reger litt an vielen Erkrankungen, vor allem an bipolaren Störungen mit manischen und depressiven Phasen. Er hatte ein metabolisches Syndrom, rauchte unglaublich viel und war dem Alkohol zugewandt. Übermäßiges Essen („binge eating“ Syndrom) und Polydipsie waren weitere Befunde. Reger war eine herausragende Persönlichkeit, der ein umfangreiches Oeuvre hinterläßt. Dies ist weltberühmt. Im Jahr 1916 verstarb er.

Hätte die moderne Medizin ihnen helfen können? Diese und viele Fragen um 
Krankheitsbilder, Begleitumstände oder Behandlungskonzepte sollen in dem 
Seminar vorgestellt und besprochen werden.

Zur Person:

Prof. Dr. med. Hans-Joachim Trappe ist ein großer Kenner der Musik und ein leidenschaftlicher Musikliebhaber. Er selbst ist Organist und hat an vielen berühmten Orgeln dieser Welt gesessen, unter anderem an der Orgel der Erlöserkirche in Jerusalem, der Daniele-Giani-Orgel im Vatikan, der klangschönen Cavaillé-Coll-Orgel in der Kirche Saint Sulpice in Paris und kürzlich an der Orgel der Rosenkranz-Basilika in Lourdes. Der Arzt und Musiker Hans-Joachim Trappe hat seine Berufliche und kulturelle Leidenschaft In der Verbindung von Gesundheit und Musik wunderbar vereinen können.



Zielgruppe

Ärztinnen und Ärzte, Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten 
und Interessierte