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  Datum
Wochentag Veranstaltungsort Thema Zielgruppe Frei Verfügbarkeit Details
  04.05. - 06.05.2022 Mittwoch/
Freitag
Borkum Spiegel der Seele im Film [FS 6] Ärzte_innen, Psychologische Psychtherapeuten_innen 23
Termin
Mi, 04.05.2022 09:00 - 17:00 Uhr
Do, 05.05.2022 09:00 - 17:00 Uhr
Fr, 06.05.2022 09:00 - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Villa Gerhards
Hindenburgstr. 10
26757 Borkum

Teilnehmergebühren

Arbeitslos/Elternzeit 425,00 €
Mitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 485,00 €
Nichtmitglied der Akademie für medizinische Fortbildung 549,00 €

Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Matthias Heyng

Anzahl der verfügbaren Plätze
23

Kontakt
Hendrik Petermann
 Telefon 0251 929 2203
 hendrik.petermann@aekwl.de


Spiegel der Seele im Film [FS 6]

Inhalt
Filmkunst setzt sich in unterschiedlicher Form mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz auseinander und nutzt dabei die Darstellung bewusster und unbewusster seelischer Prozesse der handelnden Personen. Dabei ist die Wirkung des Kunstwerkes immer auch abhängig von der inneren Resonanz des Betrachters. Als Zuschauer_innen öffnen wir unsere Sinne, um uns berühren zu lassen von Bildern, Sprache, Musik und sonstigen Mitteln der Darstellung. Dabei helfen uns unsere Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl, unsere Neugier und
die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen. Gleichzeitig erkennen wir die Grenze zwischen der im Film dargestellten virtuellen und der tatsächlichen Realität und reflektieren unsere Wahrnehmung, bestenfalls im Austausch mit Anderen. Diese Prozesse sind gleichzeitig wichtige Grundlagen für die gelungene Gestaltung therapeutischer Beziehungen als Wirkfaktor in der Psychotherapie, selbstverständlich aber auch in somatischen und anderen Behandlungen, in denen z. B. der Arzt-Patient-Kontakt als ein wesentlicher Faktor für die Genesung
der Patienten_innen gilt.

Der Film stellt ein Medium zur Verfügung, das es ermöglicht, anders als in vielen
realen Behandlungssituationen, die gemeinsame Betrachtung der Darsteller_innen und der Handlung auszutauschen und die Vielfalt unterschiedlicher Wahrnehmungen zu erfassen. Der Austausch ermöglicht dann eine ganzheitliche Betrachtung des Werkes und macht seine Komplexität sichtbar.

Im Seminar wird an drei Tagen  vormittags und nachmittags jeweils ein Kinofilm in ganzer Länge gezeigt. Die Auswahl der Filme umfasst unterschiedliche Genres, meist außerhalb des Mainstreams. Die Filmtitel werden im Vorfeld nicht angekündigt. Dadurch haben die Teilnehmer_innen Gelegenheit, die Inhalte des Films und die dargestellten Figuren unvoreingenommen wahrzunehmen und unmittelbar auf sich wirken zu lassen. Anschließend werden die persönliche Wahrnehmung, die spontane emotionale, kognitive und sonstige Reaktion durch die Teilnehmer_innen in einer Diskussion ausgetauscht. Lernziel ist die Sensibilisierung für Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse einschließlich der Eigenübertragung. Die Auseinandersetzung mit diesen Vorgängen als integralem Bestandteil tiefenpsychologischer Arbeit erleichtert später u. a. diagnostische und differential-diagnostische Überlegungen im psychotherapeutischen Alltag. Geschult werden gleichzeitig die Wahrnehmung
eigener Affekte, die Selbstreflexion, die Empathiefähigkeit und die Objektwahrnehmung. Damit sollen später im Arbeitsalltag interaktionelle Prozesse besser und schneller erkannt und für die Arbeit mit den Patienten_innen nutzbar werden.

Je nach Länge des Filmes erfolgt der Austausch der unmittelbaren Empfindungen nach einer kurzen Pause entweder in der Gesamtgruppe oder in Kleingruppenarbeit anhand von Impulsfragen und anschließender Vorstellung im Plenum. Danach werden vom Leiter für ein tieferes Verständnis der handelnden Personen relevante Hintergrundinformationen ergänzt, zum Beispiel zur Rolle sozialer und kultureller Rahmenbedingungen.


WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG
Dr. med. M. Heyng, Emsdetten, FA für Psychiatrie und Psychotherapie, FA für Neurologie, FA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster, Marienhospital Standort Emsdetten


Zielgruppe
Ärzte_innen, Psychologische Psychtherapeuten_innen

Hinweis
Neue Filmauswahl! Die Filmauswahl wird komplett neu ausgearbeitet, die Filme aus den Vorjahren werden nicht erneut für das Seminar verwendet!


Hinweis

Bitte beachten Sie: Die 76. Fort- und Weiterbildungswoche auf Borkum findet unter 2G-Bedingungen statt. Es können somit nur Personen teilnehmen, die vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpft und/oder bis zu einem Zeitraum von 6 Monaten nach Infektion genesen sind. Ein entsprechender Nachweis ist vor Ort zu erbringen.
Wir behalten uns vor, die Maßnahmen je nach Entwicklung der Inzidenzzahlen und Hospitalisierungsraten von 2G auf 2G-plus zu verschärfen.