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  Datum
Wochentag Veranstaltungsort Thema Zielgruppe Frei Verfügbarkeit Details
  11.11.2026 Mittwoch Lernplattform ILIAS Arzneimittelversorgung
Medizinische Fachangestellte und Angehörige anderer Medizinischer Fachberufe
14
Termin
Mi, 11.11.2026 14:30 - 17:45 Uhr

Veranstaltungsort

Virtuelle Präsenz/Webinar

über die Lernplattform ILIAS

Teilnehmergebühren

Arbeitslos/Elternzeit 259,00 €
Mitglied der Akademie 299,00 €
Praxisinhabende Mitglied der Akademie 299,00 €
Praxisinhabende Nichtmitglied der Akademie 339,00 €

Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Dominica Schroth

Anzahl der verfügbaren Plätze
14

Kontakt
Martin Wollschläger-Tigges
 Telefon 0251 929 2242
 martin.wollschlaeger-tigges@aekwl.de


Arzneimittelversorgung - Wissenswertes für die Medizinische Fachangestellte

Inhalt

Die Therapie mit Arzneimitteln stellt im Praxisalltag eine große Herausforderung dar. Gesetzliche Vorgaben, eine Fülle von Präparaten, das Gebot zur wirtschaftlichen Verordnungsweise sowie die Zunahme der Morbidität in einer immer älter werdenden Gesellschaft machen die Arzneimittelversorgung zunehmend schwieriger.

Eine Gruppe, die aufgrund bestehender Ko- und Multimorbiditäten der besonderen Aufmerksamkeit bedarf, sind ältere und geriatrische Patientinnen und Patienten. Die Pharmakotherapie bei dieser Patientengruppe ist in der Praxis selten als Einzelmaßnahme indiziert, sondern zumeist in den ganzheitlichen Behandlungsansatz einer geriatrischen Komplexbehandlung eingebettet, der funktionelle und psychosoziale Aspekte gleichwertig berücksichtigt.

Die Qualität geriatrischer Pharmakotherapie muss an der Vermeidung von Übermedikation ebenso wie an der Vermeidung von Unter- und Fehlmedikation gemessen werden.

Da Medizinische Fachangestellte sowohl Patientinnen und Patienten in der Arzneimittelanwendung als auch Ärztinnen und Ärzte in der Pharmakotherapie unterstützen, müssen sie mit den Besonderheiten der Arzneimitteltherapie im Alter gut vertraut sein.

Diese Fortbildung schlägt daher den thematischen Bogen von Applikations- und Darreichungsformen mit den Besonderheiten der perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG), der transanalen Sonde sowie den Radiotherapeutika über die altersphysiologischen Veränderungen bis hin zu den Substanzen, die in der Behandlung älterer Menschen eine besondere Rolle spielen. Hier sind vor allem Analgetika, Herz-Kreislauf- und Diabetesmedikamente, Psychopharmaka, Präparate der Gastrointestinal- und Prostatamedikation, der Hormontherapie sowie der Osteoporosemedikation zu nennen. Auch die Selbstmedikation des Patienten mit sog. „Wellnesspräparaten“ und nicht verordnungs-fähigen Arzneimitteln wird berücksichtigt.



Themen
  • Patientenunterstützung bei der Anwendung von Arzneimitteln mit unterschiedlichen Applikations- und Darreichungsformen und im Einnahmeverhalten
    • Applikationsformen
    • Darreichungsformen
    • Besonderheit bei perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG), transnasale Sonde
    • Radiotherapeutika
  • Grundlagen der Arzneimitteltherapie im Alter
    • Altersphysiologische Veränderungen
    • Änderungen der Resorption
    • Änderung der Pharmakokinetik
    • Änderung der Verteilungseigenschaften von Medikamenten
    • Hepatische Metabolisierung
    • Renale Elimination
    • Pharmakodynamik - Veränderungen
    • Interaktion bei Mehrfachtherapie
  • Arztunterstützung bei speziellen Pharmakotherapien im Alter
    • Analgetika
    • Peripher wirkende Analgetika und Antiphlogistika
    • Zentral wirkende Analgetika
    • Herz-Kreislaufmedikamente
    • Diuretika und Antihypertensiva
    • Digitalispräparate und Antihypertensiva
    • Koronar wirksame Mittel
    • Psychopharmaka
    • Hypnotika und Sedativa
    • Antidepressiva
    • Neuroleptika
    • Nootropika
    • Gastrointestinalmedikation
    • Prostatamedikation
    • Hormontherapie
    • Osteoporosemedikation
  • Eigenmedikation des Patienten
    • Wellnesspräparate
    • nicht verordnungsfähige Arzneimittel
 
Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Dominica Schroth, FA Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Dortmund
 
Organisatorische Leitung 
Christoph Ellers, B.A., Leiter Ressort Fortbildung der ÄKWL, Münster


Zielgruppe
Medizinische Fachangestellte und Angehörige anderer Medizinischer Fachberufe


Hinweis
Die Fortbildung ist in vollem Umfang auf die Spezialisierungsqualifikation „Entlastende Versorgungsassistenz“ (EVA) bzw. „Nichtärztliche Praxisassistentin“ (NäPa) anrechenbar.

Die Fortbildung ist ein Aufbaumodul für Absolventen der Fortbildungsqualifikation „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis“ (VERAH) zur Erlangung der Spezialisierungsqualifikation „Entlastende Versorgungsassistenz“ (EVA) bzw. „Nichtärztliche Praxisassistentin“ (NäPa) gem. Fortbildungscurriculum der Bundesärztekammer.
 
Förderungsmöglichkeit:
  • Bildungsscheck 2.0
https://mags.nrw/bildungsscheck
 
Technische Voraussetzungen für die Teilnahme am Webinar:
  • stabile Internetverbindung
  • Browser: Mozilla Firefox, Google Chrome, Microsoft Edge bzw. Safari bei iOS
  • funktionierendes Audiosystem und Mikrofon (z. B. Headset)
  • Webcam


eLearningzeiten
14.10.2026 bis 10.11.2026 (4 UE)


Abschluss/Lernerfolgskontrolle
Die Veranstaltung schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab.


Tags
MFA; EVA; NäPa; Entlastende Versorgungsassistentin; Delegation; Medikamente; medikamentös; Pharmakotherapie; Medikation; Medikationsplan